Aufgrund der Länderhoheit im Schulwesen sind für die inneren Schulangelegenheiten ausschließlich die Länder zuständig. Diese gestalten das Schulwesen und führen die Schulaufsicht durch. Die daraus resultierenden 16 (in Worten: Sechzehn!) verschiedene Bildungspläne erschweren nicht nur die Vergleichbarkeit der Bildungsniveaus im Bund, sondern erschweren darüber hinaus den Wechsel von Schülerinnen und Schülern eines Landes in ein anderes, was meiner Meinung nach in einer sich immer globaler gestaltenden Gesellschaft und der wachsenden Arbeitsplatzmobilität bei heutigen Arbeitnehmern so nicht mehr hinnehmbar ist.
Um dies zu ändern, ohne die verfassungsrechtlich gesicherte Bildungshoheit der Länder zu gefährden, da Länder in der Regel besser in der Lage sind auf regionale Unterschiede (Stichworte: Migrationshintergrund, Finanzen, Urbanisierung, etc.) Rücksicht und Bezug zu nehmen, ist es nötig bundesweite Bildungsstandards, als verbindliche Festlegungen, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler in einem bestimmten Fach zu einem bestimmten Zeitpunkt erworben haben sollen, auszuarbeiten und zu etablieren. Bisher konnten durch die Kultusministerkonferenz allerdings nur in ausgewählten Bereichen einheitliche Festlegungen getroffen werden (Bundesweit geltende Bildungsstandards):
- Für den Primarbereich (Jahrgangsstufe 4) für die Fächer Deutsch und Mathematik,
- Für den Hauptschulabschluss (Jahrgangsstufe 9) für die Fächer Deutsch, Mathematik und Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch),
- Für den Mittleren Schulabschluss (Jahrgangsstufe 10) für die Fächer Deutsch, Mathematik, Erste Fremdsprache (Englisch/Französisch), Biologie, Chemie und Physik.
Aus diesem Grund fordere ich hiermit von der Politik, bundesweit einheitlichen Bildungsstandards für alle Schulfächer, unter Berücksichtigung der föderalen Länderhoheit, auszuarbeiten und zu etablieren!

Warum das Abi auslassen?
… und es gibt noch immer Schulen, an denen man auch Latein als erste Fremdsprache wählen kann …